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Nur sehr langsam, aber sonst hätte er nicht eintreten können, wandte er nicht nur den Blick und den Kopf, nein, den ganzen Körper nach rechts. Blieb so stehen vor der halb aufstarrenden Tür seiner Wohnung, seine Pranken hingen an den kraftlose Armen; auch seine Unterlippe hing. Dolly II trat aus dem Dämmern des weiter nach oben führenden Treppenhauses, als manifestierte sich ein Geist. Das war auch so, oder Willis d a c h t e, daß es so sei. Doch Dolly II hatte ganz wirklich dagehockt zwei oder drei Stunden lang, Cordes prüft das jetzt nicht nach. Er will eine Geschichte erzählen, ob sie chronologisch stimmt, ist Ihnen eh egal. Außerdem macht ein Geschehen nichts so plausibel wie der Irrtum, den man für wahr hält: Ein Gedanke, auf den Hans Deters in seiner Arbeitswohnung kam. Er sah momentlang über den aufgstellten Flachbildschim des Laptops und die Reihe Lexika hinweg und stellte sich vor, wie Cordes, an seinem Schönhauser Küchenfenster, dieses Geschehen erfand: ‚großartig’ muß man es nennen, auf s e i n e Weise, auch und gerade, weil es die Liebesbegegnung eines Taxifahrers mit seiner... ja: Vision erzählt. Und weil es sie realisiert.
>>>> ARGO 178
ARGO 176 <<<<
albannikolaiherbst - Montag, 5. Dezember 2005, 18:38- Rubrik: ARGO-ANDERSWELT
Ästhetik, also die Philosophie der Kunst, ist immer WirkungsOntologie.
(CCCL).
albannikolaiherbst - Montag, 5. Dezember 2005, 17:28- Rubrik: Paralipomena
hab dein
Lächeln wieder gesehen das
Haar Dein immerwährendes
Lächeln Ist nie ganz
ohne Schmerz Dein Haar und
die Augen, das Lächeln
„ich mag, wie stolz sie“,
sagt eine Freundin,
"die Lider niederschlägt“
zurückgestrichen das Haar
albannikolaiherbst - Montag, 5. Dezember 2005, 15:45- Rubrik: Gedichte
Kehre in meinem Sinn meint nicht, daß Technik irgend objektiver Teil eines ohnedies schon vorgängigen ('wesenden') Seins sei, wie sich das Heidegger vorzustellen scheint, - und n i c h t, daß dieser Teil durch uns zur Spache fände (eine interessante nicht-religiöse Assonanz an Benjamin, übrigens) – sondern die von mir so genannte „Anthropologische Kehre“ ist ein Resultat der wirkenden Oberfläche: nämlich der Darstellung. Es ist ihr nicht wichtig, ob etwas ‚tatsächlich’ und im Grunde so und so sei; vielmehr wirkt auch dasjenige auf das Sein, das n i c h t ist; sondern es reicht seine Behauptung – sofern man sie denn glaubt. Jeglicher Versuch einer ontologischen Bestimmung geht an dieser Art Wirkung fehl. Gewissermaßen realisiert das Internet Gerüchte: Es objektiviert sie im selben Maß wie einst für abseitig geltende Fantasien. Darüber hinaus aber objektiviert es Wahrheit (macht Wahrheit materiell), indem sich, im Rahmen definierter Kulturkreise, zu verdrängende und verdrängte Inhalte, die ja vorhanden und eben nicht nicht-vorhanden sind, in der Öffentlichkeit präsentieren. Sie präsentieren sie aber - und das ist der wirkende Illusionscharacter - als allgemeine. Wodurch sie weitere Öffentlichkeit schaffen, diese Allgemeinheit überhaupt erst wird und andere verdrängte Inhalte sich, nunmehr zunehmend gerechtfertigt, präsentieren können. Sie sind dann weder mehr privatmoralisch noch gesellschaftsethisch wegzuleugnen. Daß wir uns dem nun zuwenden müssen und zuwenden, daß wir in diese Gesichter schauen und nicht mehr sagen können: Alledies gibt es nicht oder nur selten, allesdies s i n d wir nicht – das nenne ich die Kehre: das sich dahin Umwenden.
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albannikolaiherbst - Montag, 5. Dezember 2005, 15:06- Rubrik: Arbeitsjournal
Beziehungen stecken in Haltungen fest. (...) In der Krise reflektieren sie nicht.
>>>> Negt/Kluge, Geschichte und Eigensinn, S. 986.
[„Ich kann das eine, daß ich für den Anderen sorge, versprechen, obwohl ich nicht weiß, was passieren wird. Was ich im Moment tue, darüber könnte ich verfügen. Ob ich den Anderen brauche in einem völlig anderen zeitlichen Moment, kann ich nicht sagen. Die Diskurse nehmen im Maßstab ihrer Unzuverlässigkeit zu.“ Ebda.]
albannikolaiherbst - Montag, 5. Dezember 2005, 09:07- Rubrik: FrauenundMaenner
Verlangen den Ausschluß der Realität.
(CCCXXXXIX).
[...will tiefe, tiefe Ewigkeit.]
albannikolaiherbst - Montag, 5. Dezember 2005, 08:48- Rubrik: FrauenundMaenner
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
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