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Nie leidet die A r t, immer nur das Subjekt. Insofern spielt Schmerz keine Rolle. Er ist der Fittesten Erhaltung ganz wurscht. Schon gar die verlorene Würde.
(CCCXXXVI).
P.S.: Auch ein Volk ist eine A r t. Und auch sie kann nicht leiden.
albannikolaiherbst - Mittwoch, 5. Oktober 2005, 14:43- Rubrik: Paralipomena
[Während des Rundlaufs auf der Tartanbahn ist mir das aufgrund eines B i l d e s eingefallen, an dem ich vorbeilief: Ein Junge von etwa zwölf hängt sich in die Maschen des Drahtes und starrt mich fassungslos an. Bei ihm steht ein geheimnisvoller junger Schwarzer, von dem ich sofort den Eindruck habe: er ist des Jungen Vergil.]
Ein Junge, nennen wir ihn Hagen, wächst allein bei seiner Mutter auf: Bei einem Unfall kam sein Vater ums Leben; Hagen war damals vier. Der Junge sucht ihn jedoch, er glaubt nicht an einen Tod: er sucht den Vater in anderen Männern, nimmt sich vor, später auf Reisen zu gehen, die Kontinente nach dem Vater zu durchstreifen. Seine Mutter, die er sehr liebt, die ihm aber den Vater nicht ersetzen kann, ist so hilflos, daß sie, obwohl auch sie an ihrem verstorbenen Mann hängt, nach einem neuen Gatten sucht, der dem Jungen den Vater ersetzen könnte. Dabei trifft sie auf Wilburn, den jungen Schwarzen. Sie nimmt ihn mit nach Hause. Von Anfang an aber ist der Kontakt zwischen ihm und Hagen sehr viel intensiver als der zwischen ihm und der Frau. Die beiden ‚Männer’ verbringen sehr viel Zeit miteinander. Und eines Tages fragt Wilburn Hagen, ob er seinen Vater sehen wolle...
„Du darfst ihn nicht ansprechen... nie... sonst verschwindet er“, fordert der schwarze Vergil bereits an dem Zaun von dem Jungen. Das Schöne an dieser Bedingung ist: es kann sich nun um irgendwen handeln, für den Jungen i s t er der Vater; oder aber die Phantastik ist Reaität: dann wäre es sowieso der Vater. Eine solche Erzählung erreicht genau den ungefähren Raum, den ich immer wieder anstrebe und meine.
albannikolaiherbst - Mittwoch, 5. Oktober 2005, 12:42- Rubrik: PROJEKTE
Eine magische Komposition eines Komponisten, der wie viele andere mit ihm in dem musikideologischen Krieg völlig zerrieben wurde, den die Neutöner und die sog. Neoklassizisten miteinander führten, insbesondere als sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Musiktheoretiker und Philosophen in die Neue Musik hineinmischten. Man muß aber a l l e s hören können, meint Die Dschungel, die viele Sprachen spricht und eine jede w i l l. Alles zu hören, enthebt einen allerdings nicht der Verpflichtung, Position zu beziehen: Doch sollte sie, um nicht ideologisch zu sein, in ihrer Haltung flirren und sich auch an dem begeistern können, was sie ausschließt.
Hinträumend wird Vergessenheit
Des Herzens Wunde schließen:
Die Seele sieht mit ihrem Leid
Sich selbst vorüberfließen.
Lenau
>>>> Othmar Schoeck, Notturno op. 47 aus dem Jahr 1933. (Meine Aufnahme mit Niklaus Tüller und vor allem der Fischer-Dieskau-Live-Mitschnitt von 1988 scheinen leider derzeit nicht erhältlich zu sein.)
[Von Othmar Schoeck stammt im übrigen eine der beeindruckendsten Opern des Zwanzigsten Jahrhunderts: die einaktige Penthesilea nach Heinrich v. Kleist. Imgrunde ist diese Partitur ein Wunder - allein schon gemessen an ihrem Sujet.]
albannikolaiherbst - Mittwoch, 5. Oktober 2005, 09:59- Rubrik: MusikDesTagesFuerEB
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Kontakt zu Alban Nikolai Herbst:
fiktionaere At gmx DOT de.
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zuletzt aktualisiert am 2009/11/08 23:27
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