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Obere Zeile: ARGO (ANH).
Untere Zeile: ACHILLEΪS (Goethe).
>>>> Erissohn ff.
[ARGO roh 181]
Niemand wußte, auch er nicht selber, daß er geschickt war,
/-/--/-/-/--/-
Ja, ich mag ihn nicht sehn, nicht sprechen. Hülf’ es, einander
Seegezeugt, um achäisch Lieder schaffend, Gedichte
/-/--/-/-/--/-
Unvermeidliche Not, zusammen jammernd, zu klagen?
Vollgepackt mit Hoffnung und Seele, Vater zu werden.
/-/-/--/-/--/-
Heftig wandte Here sich um und, fürchterlich blickend,
Goldhaar, Niam, erwache! Deiner ist unsere Zeit jetzt!
/-/--/-/--/--/-
Sprach sie, voller Verdruß, zur Traurigen kränkende Worte:
28.6.2005
[ARGO roh 246]
Diese Zeile auslassen, weil sie auf einer Ungefugger-Séance wörtlich rezitiert wird:
/--/-/--/-/--/-
Gleißnerin, unerforschte, dem Meer gleich, das dich erzeugt hat!
3.9.2005
[ARGO Roh 343]
Höre, Tochter der Thetis, mich, der ich rufe: Zeit ist es!
/-/--/-/--/-/--
Trauern soll ich? Und gar mit freundlichem Blick dich empfangen?
Stehe auf aus deinem Gewöll und zeige den Deinen,
/-/-/--/-/--/-
Dich, die tausendfach mich gekränkt, wie sonst, so vor kurzem,
Daß du vergessen nicht uns hast und unsre Hoffnung auf Freiheit.
/--/--/--/-/--/-
Die mir die edelsten Krieger zum Tod befördert, um ihres
Daß du bereit bist vielmehr und ohne Kampf es nicht opferst,
/--/--/-/-/--/-
Sohns unerträglichem Sinn, dem unvernünft’gen, zu schmeicheln.
Sondern uns leitend das Feuer wahrst als Versprechen des Ostens.
/--/--/-/--/--/-
Glaubst du, ich kenne dich nicht und denke nicht jenes Beginnens,
4.10.2005
>>>> ARGO 155
ARGO 153 <<<<
albannikolaiherbst - 4. Okt, 18:47- Rubrik: ARGO-ANDERSWELT
Ich hab ja Verständnis für das Bedürfnis nach Unterhaltung; dennoch trainiert Unterhaltung auf Dauer das Differenzierungsvermögen ab. Das s o l l sie ja auch; genau das intendiert die dahinterstehende Industrie. Sehr früh hat Adorno darauf schon hingewiesen. In der Musik ist das am deutlichsten mitzubekommen: die Ohren verkleben, man hört keine Feinheiten mehr aus den Kompositionen heraus. Usw. Darüber gibt es sogar Untersuchungen. Etwas sehr Ähnliches gilt meines Erachtens für Literatur: Wenn ich mich dagegen stemme, Harry Potter für große Kunst zu halten (wie Löffler ja wollte und will), dann aus Achtung vor dem, was große Kunst i s t. Ich mag das lieber s o herum betrachten: eben nicht als Ausdruck von Verachtung für das eine, sondern als Ausdruck einer großen Liebe für das andere.
albannikolaiherbst - 4. Okt, 17:56- Rubrik: Korrespondenzen
Eine sehr schöne, wie meist bei Ligeti ruhige Arbeit, die sich hier deutlich auf Charles Ives bezieht, >>>>> mit dem diese kleine Reihe ja nicht grundlos begonnen wurde: Polyphones Komponieren auch der Dichtung ist einer der durch Die Dschungel führenden Pfade, an dessen Beginn für Leser und Hörer ein kleines Holzschild steht, das in der Realität nur bemerkt, wer genau hinschaut:
GLEICHZEITIGKEIT
>>>> György Ligeti, San Francisco Polyphony.
Hier hingegen, in Der Dschungel der Netze, haben wir es als lasciate ogne speranze ganz offen an den Anfang gestellt. Um eine Hoffnung erst zu begründen.
albannikolaiherbst - 4. Okt, 15:49- Rubrik: MusikDesTagesFuerEB
In dieser Woche haben wir für Sie >>>> auf die fiktionäre Homepage einmal etwas Humoriges - um nicht zu sagen K o m i s c h e s - aus dem Leben eine literarischen Taugenichts’ eingestellt. "Die Wiepersdorfer Ankunft" entstand für einen Jubiläumsband des Künstler-Stipendiaten-Schlosses Wiepersdorf, wurde aber seinerzeit von dem Verleger, der ihn herausbringen sollte, als moralisch unkorrekt abgelehnt. Jaja, damals ging das so schon los. Daraufhin kam es zu einem öffentlichen Streit zwischen uns, jedenfalls spritzte das Gift bereits auf diesem BuchmessenFest in vielerlei Richtung. 1997 nahmen allerdings Ida und Klaus Schöffling, für die ich an meinem New-York-Roman schrieb, die Wiepersdorfer Ankunft gerne in ihr Jahrbuch „Von Büchern und Menschen“ mit hinein. Und nun steht sie zu auch Ihrem, hoff’ ich, Vergnügen unsrer aller kybernetischen Matrix zur Verfügung.
albannikolaiherbst - 4. Okt, 09:41- Rubrik: Texte
Sondern anreichern: Erzählschicht um Erzählschicht aufeinanderlegen. Wie Farben.
Der Roman als fortgesetzte Übermalung in sich härtendem Öl: So wird er p l a s t i s c h und wiederholt, indem er ihn mimetisch nachstellt, den Gang von Geschichte. Dabei holt die Erzählung das allen Geschichten eigene Geschichtliche in sie z u r ü c k. Deshalb >>>> Tableaux.
{Nicht n u r Tableaux, selbstverständlich. Aber eben a u c h: damit im Individuellen nicht verlorengeht, daß es auf ein ganz-Allgemeines bezogen ist. Und umgekehrt. - Das aufs Individuum und sein Privates bezogene ganz-Allgemeine nennt man Allegorie. Öffentliches (Historisches) und Privates (Persönliches) sind keine theoretischen, sondern praktische Funktionen dieser Allegorie.}
Geschichte ist nie konzentriert und hat kein definiertes Ziel. Dennoch e r g i b t sich eines (ergeben sich mehrere, je nach Perspektive). Auch das findet in einem Roman, sofern er das Gegenteil von Geschichts schreibung ist, seine adäquate künstlerische Form. Geschichtsschreibung wiederum ist das Gegenteil von Geschichte, weil sie diese im Nachhinein teleologisch faßt.
[Poetologie.]
albannikolaiherbst - 4. Okt, 06:18- Rubrik: Arbeitsjournal
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Neu erschienen August 2008
Herbst & Deters - Fiktionäre
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NEUES
read An - 7. Okt, 01:20
untitled
in welche richtung blickst du
wenn zwischenräume uneins sind,
schrift der ungewissheiten,
ausrufe ... stabigabi5 - 6. Okt, 21:21
die robertkur
wurde abgesagt. stabigabi5 - 6. Okt, 21:20
ich dachte, er passt hier ganz gut ...
ich dachte, er passt hier ganz gut hin. gut, ja, er klingt etwas bieder, schon, ich hätts so auch nicht ... albannikolaiherbst - 6. Okt, 20:34
@stabigabi.
Warum immer dieser furchtbar überschätzte, schreckliche und uneigentliche Lüricker Gernhardt? Das will ... stabigabi5 - 6. Okt, 19:35
das tun sie wohl nicht gern, was? ...
das tun sie wohl nicht gern, was? es gibt ja auch noch den wirtschaftsteil, heute mit großem mäzen der ...
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zuletzt aktualisiert am 7. Okt, 01:20
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