Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop

Marlboro, Prosastücke, 1981 Die Verwirrung des Gemüts, Roman, 1983 Die blutige Trauer des Buchhalters Michael Dolfinger, Lamento/Roman, 1986 Die Orgelpfeifen von Flandern, Novelle, 1993, 2001 Wolpertinger oder Das Blau, Roman, 1993, 2000 Eine Sizillische Reise, Fantastischer Bericht, 1995, 1997 Der Arndt-Komplex, Novellen, 1997 Thetis. Anderswelt, Fantastischer Roman, 1998, (Erster Band der Anderswelt-Trilogie) In New York, Manhattan Roman, 2000 Buenos Aires. Anderswelt, Kybernetischer Roman, 2001, (Zweiter Band der Anderswelt-Trilogie) Inzest oder Die Entstehung der Welt, Der Anfang eines Romanes in Briefen, zus. mit Barbara Bongartz, 2002 Meere, Letzte Fassung 2007. Bei Volltext. Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen, Poetische Features, 2004 Die Niedertracht der Musik, Dreizehn Erzählungen, 2005 Dem Nahsten Orient / Très Proche Orient, Liebesgedichte, 2007 Meere, Letzte Fassung 2007 d e

 

MDTFEB, 4. Tag.

Es ist gerade im Neuen Jazz nicht ungewöhnlich, daß sich Improvisateure von neuer Lyrik inspirieren lassen und auch zu ihr musizieren; seltener ist allerdings, daß sie sie komponieren, vor allem auskomponieren und diese Komposition dann zum Motiv ihrer improvisierenden Kunst machen. Diese Suite von Michael Mantler gehört unzweifelhaft zu den schönsten und intensivsten Ergebnissen eines solchen hochmusikalischen Unternehmens. Nebenbei trifft es ungewöhnlich genau die Diskretion, die dem italienischen Dichter so sehr zueigen, nein: zuherzen gewesen ist. - Mantler selbst, wie auch anders?, spielt die für ihn typischen elegischen Trompetenparts.

>>>> Michael Mantler: Cerco un paese innocente. A Suite of Songs and Interludes for Voice, untypical Big Band and Soloists. Music by Michael Mantler. Words by Giuseppe Ungaretti.


In nessuna
parte
di terra
mi posso
accasare

ogni
nuovo
clima
che incontro
mi trovo
languente
che
una volta
già gli ero stato
assuefatto

E me ne stacco sempre
straniero

Nascendo
tornato da epoche troppo
vissute

Godere un solo
minuto di vita
iniziale

Cerco un paese
innocente

Was Ablehnung schafft.

Daß ich r e c h t haben könnte.
(Natürlich könnten auch s i e recht haben. – Das genau kennzeichnet das Risiko, das eingeht, wer sowas öffentlich angeht oder auch nur versucht.)

[Notate zum Größenwahn.]