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Sexualität findet immer Geschmack an Körpersäften, ein nicht geringer Anteil lockt mit dem, was zivilisatorisch durch Ekel besetzt ist. Und peitscht dann die Wollust erst auf. Es ist Den Dschungeln schon klar, daß die Stärkung des Privatrechts dieses Bewußtsein als ein öffentliches, also anthropologisches eindämmen will. Doch wird die anthropologische Kehre dadurch allenfalls gehemmt, nicht aber verhindert. Das gelänge vielleicht einem diktatorischen System wie etwa dem Fundamentalislamismus, aber auch dem nur auf eine hinter die Gitter geborgte Zeit, die mit Unterdrückung und Folter erkauft werden muß. Und gegen die sich der Trieb – oft fehlgeleitet und grausam – immer wieder erhebt.
albannikolaiherbst - 2. Aug, 13:12- Rubrik: FrauenundMaenner
Von Evl: ...werden nicht alle erotischen schlachten im kopf geschlagen?
An Evl: Sicher n i c h t - oder ja, aber eben auch im physiologischen, gen-instinktiven und nicht nur dem fantasie-projektiven Bereich. Hier liegt ein Unterschied zwischen Lieben und erotischem Begehren. Ich notierte das schon gestern. (Die Dschungel beschäftigt das unablässig; was Wunder, es hat sie ja einiges gekostet.)
Denken Sie daran, wie viele Frauen sich haben ihre Kinder von anderen Männern als denen zeugen lassen, die dann (oft vernünftigerweise) als Väter auserkoren wurden, welche wiederum dem genetischen weiblichen Programm nie und nimmer als Erzeuger auch nur näherungsweise infragegekommen wären. Wir haben uns abgewöhnt, solche Zusammenhänge bewußt zuzulassen; denn sie kränken. Indessen untersteht das "Programm" keiner moralischen Kategorie. Um es in den Griff zu bekommen, dazu, unter anderem, dient die Gentechnologie; sie w e i ß es nur nicht und will es auch gar nicht wissen. Nichtsdestoweniger ist menschliche Gentechnologie deshalb letztlich eine moralische und sagt ganz monotheistisch: "Mach dir die Welt untertan."
albannikolaiherbst - 2. Aug, 12:31- Rubrik: Korrespondenzen
60 JAHRE ATOMBOMBE
titelt der Spiegel und läßt die Soldaten trauern: “Mein Gott, was haben wir getan!”
Ohne die strikte Befehls-Gehorsamskette des Militärapparates wären diese Bomben niemals abgeworfen worden. Anzuklagen ist insofern die Struktur des Militäres selbst und nicht ein Gott anzurufen, den es ohnedies nicht gibt. “Beweine nicht wie ein Weib, was du nicht wie ein Mann h a l t e n konntest”, hat Boabdils Mutter gesagt, als der Sohn sich trauernd nach der Alhambra zurückwandte, um Abschied zu nehmen. Dieser Satz ist umformuliert auch auf Hieroshima und Nagasaki anzuwenden: Wer Soldat wird, soll nicht trauern, wenn er mordet. Denn zu töten ist das Handwerk, das er lernte. Und lernen w o l l t e.
albannikolaiherbst - 2. Aug, 10:37- Rubrik: NOTATE
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Herbst & Deters - Fiktionäre
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NEUES
cellini - 6. Jul, 22:45
richtung westen
... das war ein langes abendrot heute, die sonne den halben nachmittag von einem halo umrandet, der sich ... knotscher95 - 6. Jul, 18:37
abschweifung zur liebe
Also für mich hat liebe und sexualität eigentlich grundsätzlich nichts miteinander
zu tun – also kann ... albannikolaiherbst - 6. Jul, 16:42
6. Juli 2008.
Wie lebt man eine Liebe, die auch eine i s t, in der es aber von Anfang an, seit sie wieder zusammenfand, ... chatnoir (anonym) - 6. Jul, 15:32
oinos,
ist ein kleiner kritischer fehlgriff wirklich immer so flott ins aus zu stellen? ich habe hier das gefühl, ... cellini - 6. Jul, 13:18
es geht mir wieder besser...
.... da kam aber wirklich alles auf einmal. die neumondphase, in der mein energiepegel immer gnadenlos ...
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zuletzt aktualisiert am 6. Jul, 22:46
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