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Plakate beinlang
eine Untote, die ihren zweiten Frühling erlebt
regennaß und
sich verschrumpelte Verse ertrotzen
die wie zerbrochenes Porzellan
zwischen den parkenden Wagen liegen:
Umarme ihn, Vampirin,
denn dich liebt er, roten Glanz in den Augen
Das Telefon in seinem Kopf
es schrillt und schrillt
sein Ohrläppchen blutet,
die mit dem Blutmund verjüngend:
Jambes de rêves
Traumbeine Beinträume
Zu spät zieht er den Hörer aus der Muschel:
so wund, ach wund, oh deine Antwort!
der Schrei fällt vom Balkon
des Hotels in Clichy
und zerschellt.
(Paris. Irgendwann in den 80ern. Auf einen Film.)
albannikolaiherbst - 21. Mrz, 21:49- Rubrik: Gedichte
Die ersten drei Belletristik-Titel stellte "Tisch 7" in Halle 5, Stand C 101, auf der Leipziger Buchmesse vor. Als Trumpfkarte für die Werbung dient der Prosaband "Die Niedertracht der Musik" von Alban Nikolai Herbst. Der Autor, der den bürgerlichen Namen Alexander von Ribbentrop trägt und dessen Großonkel Außenminister im Dritten Reich war, gilt seit langem als Enfant terrible der Literaturszene. Sein Roman "XXXXX" wurde 2003 per einstweiliger Verfügung wegen eines Pornographievorwurfs aus dem Verkehr gezogen.
[Ulf Heise am 21.März in der Märkischen Allgemeinen. Erheiternd zumal, als der Mann am 18. März den Vorstellungsabend des Verlages tisch7 in der Leipziger Schaubühne Lindenfels moderiert hat. Es hätte also s c h o n im Bereich des Denkbaren gelegen, den Herrn Herbst bei der Gelegenheit auf wahre Sachverhalte anzusprechen.]
albannikolaiherbst - 21. Mrz, 15:58- Rubrik: Buchverbot
Wenn Paglias (symbolische) Spekulation stimmt, derzufolge jede Frau immer ein Verborgenes mit sich nehme1, dann bedeutet die Mode, sich das Geschlecht zu rasieren, eine willentliche Offenbarung und die Affirmation des männlichen (gerichteten) Prinzips. Ohne jedoch, daß auch nur eines von beidem gelänge. Das Ungerichtete tarnt sich nämlich – und zwar gegen, vermutlich, Wille und Wissen der zeigenden Frauen. Daraus ziehen sie und zieht e s dann - und dieses: listig - eine doppelte Lust.
(CXXXV).
[ 1) "Der Körper jeder Frau birgt eine Zelle archaischer Nacht, in der alles Wissen endet. Das ist die tiefere Bedeutung des Striptease, eines sakralen Tanzes heidnischen Ursprungs, den das Christentum ebenso wenig hat ausmerzen können wie die Prostitution. Männliche erotische Tänze sind damit nicht zu vergleichen, denn eine nackte Frau nimmt, wenn sie die Bühne verläßt, eine letzte Verborgenheit mit sich: jene chthonische Finsternis, aus der wir stammen."]
albannikolaiherbst - 21. Mrz, 09:00- Rubrik: Paralipomena
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Herbst & Deters - Fiktionäre
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NEUES
cellini - 6. Jul, 22:45
richtung westen
... das war ein langes abendrot heute, die sonne den halben nachmittag von einem halo umrandet, der sich ... knotscher95 - 6. Jul, 18:37
abschweifung zur liebe
Also für mich hat liebe und sexualität eigentlich grundsätzlich nichts miteinander
zu tun – also kann ... albannikolaiherbst - 6. Jul, 16:42
6. Juli 2008.
Wie lebt man eine Liebe, die auch eine i s t, in der es aber von Anfang an, seit sie wieder zusammenfand, ... chatnoir (anonym) - 6. Jul, 15:32
oinos,
ist ein kleiner kritischer fehlgriff wirklich immer so flott ins aus zu stellen? ich habe hier das gefühl, ... cellini - 6. Jul, 13:18
es geht mir wieder besser...
.... da kam aber wirklich alles auf einmal. die neumondphase, in der mein energiepegel immer gnadenlos ...
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zuletzt aktualisiert am 6. Jul, 22:46
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