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albannikolaiherbst - 6. Jan, 23:34- Rubrik: NOTATE
Am Rand der Verzweiflung denkt es sich schärfer. V o r dem Sturz. Nicht aber verzweifelnd.
(CXXXVIII).
albannikolaiherbst - 6. Jan, 15:39- Rubrik: Paralipomena
Haltungen ausprobieren wie Anzüge, der Blick in den Spiegel halb eitel, halb skeptisch: Was steht mir? Und sich eingestehen müssen: Depende.
Alles andere ist Inszenierung.
(CXXXVII).
albannikolaiherbst - 6. Jan, 15:33- Rubrik: Paralipomena
Daß auch der Böse leidet, ist etwas, worunter der Begriff des Bösen zusammenbricht. Und der des Guten. Zu leiden bedeutet nämlich, Gründe zu haben.
[Dasselbe gilt für die Lust. Für das glückliche pötzliche Lachen des Mörders. In dem das Kind in ihm dasteht. Was die Tragik aufscheinen läßt, die wirkt. Man kann nur noch weinen.]
(CXXXVI).
albannikolaiherbst - 6. Jan, 15:10- Rubrik: Paralipomena
(Den Patriarchen ins Album geschrieben:)
Tabus, indem sie etwas nicht nur zu tun, sondern sogar zu denken verbieten, glauben an den Geist. Sie meinen, wenn etwas gedacht werde, dann sei es auch fast schon geschehen. Insofern sind sie magisch und aufklärerisch zu gleich. Zumal locken sie eben jene erst an, die alleine fähig wären, ein solches Tabu zu brechen: Solche nämlich, deren Stolz nicht zuläßt, etwas nicht durchdenken zu dürfen; also denken sie es nun erst recht. Die ihnen gegenüber aufgerichtete Autorität muß sich dann beweisen. Was ihr, da ja nicht gedacht werden darf, nicht gelingen kann. Also f ä l l t das Tabu. Es trägt seinen eigenen Untergang in sich. Nicht, weil etwa reizvoll ware zu tun, w a s es verbietet, sondern allein aus dem Umstand, daß seine proklamierte Grundlosigkeit derart provoziert. Und weil, je schärfer das Tabu, um so höher die Lust an seiner Übertretung ist, nämlich auch dies nicht des eigentlichen Inhaltes halber, sondern wegen seiner den freien Stolz verletzenden Macht.
(CXXXV).
albannikolaiherbst - 6. Jan, 14:11- Rubrik: Paralipomena
Man wird eines nahen Tages völlig anders lesen als bislang, nämlich nicht mehr chronologisch. Daß Literatur eine ästhetische Form entwickelt, die darauf vorbereitet ist, daran arbeite ich derzeit auf Hochtouren. Ich bin überzeugt davon, daß sie andernfalls stirbt.
(Die meisten Autoren und Leser sind nekrophile Totengräber; zum Teil leichenfleddern sie sogar. Ihre Sentimentalität, die ein Ausdruck unbewußt wirkender - und berechtigter - Angst ist, schützt sie davor, das zu begreifen. Deshalb sind sie schuldlos.)
albannikolaiherbst - 6. Jan, 00:06- Rubrik: Arbeitsjournal
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT wird im Rahmen eines Projektes der Universität Innsbruck beforscht und über >>>> DILIMAG, sowie durch das >>>> deutsche literatur archiv Marbach archiviert und der Öffentlichkeit auch andernorts zugänglich gemacht. Mitschreiber Der Dschungel erklären, indem sie sie mitschreiben, ihr Einverständnis.
Neu erschienen August 2008
Herbst & Deters - Fiktionäre
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NEUES
albannikolaiherbst - 6. Okt, 20:34
@stabigabi.
Warum immer dieser furchtbar überschätzte, schreckliche und uneigentliche Lüricker Gernhardt? Das will ... stabigabi5 - 6. Okt, 19:51
die robertkur
R. Gernhardt
Siebenmal mein Körper
Mein Körper ist ein schutzlos Ding,
wie gut, daß er mich hat.
Ich ... stabigabi5 - 6. Okt, 19:35
das tun sie wohl nicht gern, was? ...
das tun sie wohl nicht gern, was? es gibt ja auch noch den wirtschaftsteil, heute mit großem mäzen der ... stabigabi5 - 6. Okt, 19:21
ich flog mal von irgendwo nach irgendwo, ...
ich flog mal von irgendwo nach irgendwo, auf der letzten teilstrecke unterhielten sich zwei informatiker ... infopessimist - 6. Okt, 19:12
nein, nein, so aber dann auch nicht. ...
nein, nein, so aber dann auch nicht. die vermuteten, prognostizierten, befürchteten radikalen umbrüche ...
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zuletzt aktualisiert am 6. Okt, 20:34
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