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Der, hätte Nietzsche formuliert, feine Charakter hat allen Grund, sich an persönlich ihm gegenüber geäußerter Bewunderung zu rächen. Denn sie vereinnahmt.
(LXXXIV)
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[NACHTRAG (9. September):
sich an persönlich ihm gegenüber geäußerter Bewunderung
Hier muß etwas geändert werden, die Formulierung stimmt noch nicht. Sie ist unschön. Was ästhetisch bedeutet: Noch ist sie nicht zur Gänze wahr.
Es geht, spüre ich, um den Rhythmus einer Wahrheit.]
albannikolaiherbst - 8. Sep, 12:35- Rubrik: Paralipomena
Mein Bruder also, der am Tag seines vierzigsten Geburtstages beim Wildwassertauchen umkam. Mit welchem Schaudern ich mich daran erinnere, daß wir uns - ich war siebzehn, er fünfzehn - in die Hand versprachen, niemals älter als vierzig zu werden. Und daß er sein Versprechen h i e l t. Mit der ganzen Radikalität, die diesem bis in den kriminellen Untergrund konsequenten Jungen und später Mann eignete. Er hat seinen Tod sogar geübt, hat dafür trainiert: beim Bungee-Springen, beim Absprung aus dem Flugzeug in voller Tauchermontur, bei einigen anderen extremen Sport-Disziplinen.
Und auch das ist eine Allegorie: daß er seinem Vornamen lebensdynamisch eine Rechnung trug, von der der Dichter in mir meint, sie sei durch ihn, durch den Vornamen, erst beschworen worden. Einmal ganz abgesehen davon, daß es symbolisch höchst unbesonnen ist, wenn nicht gar äußerster Gemütslosigkeit bedarf, ein Kind, das diesen belasteten Nachnamen trägt, im Nach-Hitler-Deutschland der Fünfziger Jahre ausgerechnet nach dem Tronjer aus den Nibelungen zu nennen. Nun hat sich deren Schicksal auf ihn gestürzt, ganz persönlich, ganz individuell, und zwar obwohl die Krimhild, die seine Lehnstreue in die Pflicht nahm, bloß die Mutter war, die nun wie Etzels Weib bis zu den Waden im Blut steht. Und es wahrscheinlich nicht faßt. Denn auch in ihr realisierte sich eine Allegorie.
Also diese Geschichte ist gleichfalls zu erzählen. Poetologisch fordert das: Allerpersönlichstes auszukühlen und distanziert zum Kristall zu schleifen.
albannikolaiherbst - 8. Sep, 09:15- Rubrik: Arbeitsjournal
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Für Adrian Ranjit Singh v. Ribbentrop,
meinen Sohn.
Achtung Archive!
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Herbst & Deters - Fiktionäre
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NEUES
albannikolaiherbst - 5. Jul, 06:19
Arbeitsjournal. Sonnabend, der 5. ...
5.23 Uhr:
[Arbeitswohnung. Händel, Theseus.]
Bis kurz nach ein Uhr nachts >>>> „Die Fremde ... knotscher95 - 5. Jul, 03:42
wundert mich etwas dass bislang keiner ...
wundert mich etwas dass bislang keiner diesen abschnitt lobte :
tu's hiermit gründlich
part two halte ... findeiss - 5. Jul, 01:03
Auftauchende Gesichter in der Menge:
Blütenblätter ...
Auftauchende Gesichter in der Menge:
Blütenblätter auf einem nassen, schwarzen Ast. findeiss - 5. Jul, 00:25
Heroin
cold & lonesome heroin chatnoir (anonym) - 4. Jul, 20:34
das meer neben meere
danke für das bild.
es ist ein kleiner ersatz, unzureichend zwar, doch es birgt dieselbe unendlichkeit...
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zuletzt aktualisiert am 5. Jul, 06:23
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